I wait every day for your message. A message that tells me that you’re sorry and you love me and asks me if we could start over again. But this message never comes and I get so tired of waiting that I sleep for hours in the afternoon instead of getting my life done. And then I dream of you. You’re present in every single dream, doesn’t matter if it is a nightmare or a fairytale. And when I wake up I remember you’re not there anymore, that you already left months ago and that everything’s lost. I keep on crying and crying and nothing ever changes. It never stops hurting. It never gets better, and I don’t know what to do anymore.
Dienstag, 10. Februar 2015
Dienstag, 3. Februar 2015
Sehnsucht - über die Bedeutung eines Gefühls
Er
sitzt am Fenster und starrt in die Dunkelheit draußen auf der
Straße. Sein Blick ist leer, perspektivenlos, er fixiert keinen
bestimmten Punkt an. Jeglicher Glanz ist aus seinen Augen gewichen.
Ich scheine nicht mehr da zu sein, für ihn hat die Welt aufgehört
sich zu drehen, er ist gefangen in seinem Kopf und registriert nicht
mehr, was um ihn herum geschieht. Wozu leben, wenn da kein Antrieb
mehr da ist, keine Sehnsucht mehr, die ihn anspornt, etwas aus seinem
Leben zu machen?
Dieser
junge Mann hat Depressionen. Es gibt nichts, was ihn morgens zum
Aufstehen motiviert, er will am liebsten nur noch schlafen und nie
wieder aufwachen. Schöne sehnsuchtsvolle Träume hat er nicht mehr,
nachts findet er kaum Schlaf und wenn, dann wird er von Albträumen
heimgesucht. Er hat die Sehnsucht nach dem Glück verloren, die
Sehnsucht nach dem Leben. Für ihn ist alles nur noch grau.
Aber
auch gesunde Menschen haben nicht jeden Morgen einen Grund, der sie
freudig aus dem Bett hüpfen lässt. Das kann viele Ursachen haben.
Manchmal ist es der langweilige Bürojob. All die jungen, motivierten
Kollegen, die schon so viel in ihrem Leben erreicht zu haben scheinen
und
man selbst scheint nie das zu erreichen, was man will. Der
einzige Lichtblick am Tag sind die Pausen, in denen man literweise
schlechten Filterkaffee runterschüttet, um wach zu bleiben, doch
dann verfällt man trotzdem in Tagträume von einem Haus in der
Karibik und kann sich nicht mehr auf den Dokumentberg auf dem
Schreibtisch konzentrieren.
Vielleicht
ist es auch die schlaflose Nacht, während der man Eheprobleme
gewälzt hat ohne eine Lösung zu finden. Stattdessen hat man sich
gewünscht, es wäre wieder wie früher, zerfressen von Sehnsucht
nach alten Zeiten. Erinnerungen an schöne Momente, die man sich
zurückwünscht, Augenblicke, in denen alles noch einfach schien,
schleichen sich immer und immer wieder in deine Gedanken und
wiederholen sich wie die Melodien einer Schallplatte, die hängt.
Die
Zeit lässt sich aber nicht zurückdrehen. Was tut man gegen den
Frust?Unzufriedenheit lässt sich am einfachsten mit Genussmitteln
kompensieren – zumindest am Anfang, bevor sie noch mehr
Unannehmlichkeiten verursachen. Viele greifen zu Alltagsdrogen wie
Alkohol und Zigaretten. In Deutschland sind es derzeit 17 Millionen
Raucher und Raucherinnen und über zehn Millionen Menschen, die
übermäßig viel Alkohol konsumieren. Über die Höhe der
Dunkelziffer kann man nur spekulieren. Nicht umsonst steckt in dem
Wort „Sehnsucht“ das Wort Sucht. Sehnsüchte sind meist nicht zu
stillen, weswegen viele versuchen, auf andere Weise glücklich zu
werden - denn das ist es, was erfüllte Sehnsucht in uns auslöst:
Glücksgefühle. Statt sich mit guten Freunden zu verabreden oder
Sport zu treiben, um das Wohlbefinden zu steigern, wählt man aber
lieber den bequemsten Weg. Ein paar Drinks, und jeder Alltagsstress
ist vergessen, plötzlich scheinen die Kollegen gar nicht mehr so
unsympathisch zu sein und die Sache mit der kaputten Ehe wird sich
schon irgendwie klären.
Anderen
geht es ja schließlich viel schlechter. Man sehe sich nur mal die
Flüchtlingsstatistiken an. Millionen von Menschen, die aus ihrer
Heimat fliehen, weil alles was ihnen lieb und teuer ist, zerstört
wurde. Arbeit, Haus und Familie sind verloren – diesen Menschen
bleibt gar nichts mehr. Vollkommen entwurzelt kommen sie an in einem
fremden Land, dessen Sprache und Menschen sie nicht verstehen. Nach
all dem Leid das sie durchgemacht haben, wird ihnen ihr Neuanfang nun
auch noch hier schwer gemacht von Pegida-Anhängern, die den Frust
über ihren eigenen Alltag auf das Leben anderer projezieren.
Asylanten werden zur Zielscheibe von fremdenfeindlichen Attacken, sie
werden wüst beschimpft – die hässlichsten Wörter dieser Sprache
sind die ersten, die sie lernen. Tief in ihrem Herzen sehnen sie sich
nur noch nach früher, nach ihrem Zuhause, das es nun nicht mehr
gibt. Doch ihnen bleibt nichts anderes übrig, als nach vorne zu
schauen und sich ein neues Leben aufzubauen, das sie nie gewollt
haben. Weil sie keine andere Wahl haben. Weil ihre Sehnsucht
unstillbar bleibt.
Wenn
sie es schaffen, ihren Neuanfang zu verwirklichen, heißt das aber
nicht, dass ihre Sehnsucht nach früher verschwunden ist. Vielleicht
ist der Schmerz kleiner geworden durch neue Erfolge, aber dadurch
entstehen auch neue Wünsche und Sehnsüchte. Diese Menschen haben
die Gewissheit, dass es für nichts im Leben eine Garantie gibt,
wodurch ihr Misstrauen in alles und jeden wächst. Das macht
Bindungen zu Menschen, die ihnen nicht schon ewig vertraut sind,
häufig sehr schwierig. Überhaupt sind es stets unsere Erlebnisse,
die uns prägen und deren Veränderungen, die
sie
an uns vornehmen,
unsere
Relationen beeinflussen.
Mit einer neuen Beziehung beginnt eine neue Liebe, aber kein neues
Leben, da manche Narben nie verheilen. Oft wird diese Tatsache
verdrängt und Beziehungsprobleme bleiben ewig ungeklärt und
ungelöst.
Sehnsucht
ist Wehmut gepaart mit Wut.
In
gescheiterten Beziehungen gibt es immer eine Person, die mehr leidet.
Die sich nach dem anderen in jeder wachen Minute sehnt und im Schlaf
von niemand anderem träumt. Die jeden gemeinsamen Moment im Kopf
Revue passieren lässt und sich fragt, was falsch gelaufen ist. Die
sich Vorwürfe macht, sich die Schuld gibt am Scheitern der Beziehung
und trotzdem alles dafür geben würde, diese Zweisamkeit nochmals
erleben zu dürfen. Innerlich ist sie zerrissen von dem Verlust und
dem Verlangen nach der Vergangenheit, dieser Wunsch macht aber auch
wütend. Warum sich nach etwas sehnen, dass einen unglücklich
gemacht hat? Sollte man nicht froh sein, dass es vorbei ist? Dieser
Mensch ist derjenige, der sich nachts in den Schlaf weint, ganz
leise, falls er Kinder hat, die ihn hören und in Erklärungsnot
bringen könnten, aus ihrem Unverständnis heraus.
Die
meisten Kinder kennen keine Sehnsucht, weil sie noch keine richtigen
Enttäuschungen erlebt haben. Ihr schlimmstes Erlebnis war es, die
Barbie mit dem Glitzerkleid nicht zu Weihnachten bekommen zu haben.
Das sind Erlebnisse, an die sie sich in ein paar Monaten vermutlich
nicht einmal mehr erinnern werden, weil der Schmerz darüber nicht so
tief sitzt. Mit den Jahren werden Kinder erwachsen und machen neue
Erfahrungen. Sie
müssen lernen, mit Schmerz umzugehen und ihn zu verarbeiten. Meist
sind es die negativen Erlebnisse,
die Menschen stark verändern und zu dem machen, was sie sind. Manche
sehnen sich nach fremden Orten, danach, anonym zu sein, die ganze
Welt zu bereisen. Viele Menschen sind getrieben von Fernweh, weil sie
kein richtiges Zuhause haben und sich eigentlich nur wünschen,
endlich irgendwo anzukommen und zu wissen: Hier bin ich daheim! Doch
ihre Unentschlossenheit darüber, was sie eigentlich wollen, verwirrt
sie.
Eine
Rastlosigkeit, entstanden durch fehlinterpretierte Sehnsucht, lässt
sie auf ihrem Lebensweg scheinbar ziellos umherirren.
Andere
finden ihre Zufriedenheit in einem sicheren Job, einem Häuschen im
Vorort und einer vierköpfigen Familie. Ist dieses Ziel erreicht,
wollen sie es vielleicht gar nicht mehr, denn eine solche
Zufriedenheit hält oft nicht lange an. Man beginnt, Menschen zu
beneiden, die frei und ungebunden sind und einfach so zu einer
Weltreise aufbrechen können.
Er
sitzt immer noch am Fenster, vollkommen regungslos. Als ich seinen
Arm berühre, sieht er mich an, vielleicht eher durch mich hindurch.
Ich wünsche mir Glanz in seinen Augen, wenn er über etwas spricht.
Dass ihn endlich wieder etwas richtig begeistert, ihn motiviert und
antreibt. Dass er endlich wieder einen Grund hat, das Bett zu
verlassen. Sehnsucht macht so viel kaputt und ist gleichzeitig eines
der wichtigsten Dinge im Leben. Ich hoffe, dass er seine Sehnsucht
wiederfindet und sein Leben in die Hand nimmt. Ein Leben ohne
Sehnsucht mag weniger Schmerz verursachen, es nimmt einem aber auch
alle Illusion und Lebenslust. Sehnsucht gibt deinem Leben Farbe.
Sehnsucht gibt deinem Leben Sinn.
Und du hast nur ein Leben.
Samstag, 23. August 2014
Berlin Tag & Nacht: Bilderkollektion
Da ich bereits in Paris bin und somit zu faul, noch einen letzten Berlinpost zu schreiben, haue ich hiermit noch ein paar Fotos für euch raus. Viel Spaß beim anschauen!
Berlin Tag & Nacht: Reisetipps
Da man, wenn man das erste Mal in eine Stadt reist, oft nicht weiß, wo und wie man an die günstigsten und besten Erlebnisse kommt, möchte ich euch einige Empfehlungen geben. Was ihr daraus macht, ist eure Sache.
Bars & Restaurants
FireBar
Krausnickstraße 5
10115 Berlin
Eine kuschelige, kleine Bar mit guter Musik, orangefarbenem Licht und Menschen aus aller Welt - hier wird kaum Deutsch gesprochen!
Schokoladen (Bar)
Ackerstraße 169
Berlin Mitte
Das Schokoladen ist ein Mix aus Hipster und Retro und das fette Plus ist natürlich der Tischkicker im hinteren Raum. Bei ein paar Spielen lassen sich wunderbar Bekanntschaften machen, mit denen man später noch weiterziehen kann.
Mustafa's Gemüse Kebap
Mehringdamm 32
10961 Berlin
Den angeblich besten Döner der Stadt gibt es bei Mustafa. Ob ihr das auch so seht, müsst ihr natürlich selbst herausfinden, aber eins sei verraten: Der Kebap enthält frittiertes Gemüse und Kartoffeln und das ist verdammt lecker!
IKEA Berlin-Tempelhof
Sachsendamm 47
10829 Berlin
Ja, lacht ruhig - aber das IKEA-Restaurant ist in Berlin einfach genau so gut wie überall!
Wonderwaffel
Adalbertstraße 88
10997 Berlin
In diesem trendigen Restaurant kannst du deine eigene, personalisierte Waffel zusammenstellen oder direkt nebenan einen Eisbecher.
Transport
Nach meinen schlechten Erfahrungen mit ausgeliehenen Fahrrädern kann ich euch nur wärmstens die 7-Tage-VBB-Umweltkarte für den Tarifbereich AB empfehlen. Damit erreicht man problemlos und schnell alle Orte und bezahlt dabei für eine Woche 28,80€.
Falls jemand doch lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist als mit Bus & Bahn, empfiehlt es sich, das eigene mitzubringen. Bei Anreise mit dem Fernbus (buchen bei meinfernbus) kann man für eine Zusatzgebühr von 9€ pro Fahrt ein Fahrrad mitnehmen. Meinfernbus ist übrigens auch am kostengünstigsten.
Shopping
Alexa Shopping Centre
Grunerstraße 20
10179 Berlin
Tempelhofer Hafen
Tempelhofer Damm 227
12099 Berlin
Mit diesen beiden Shoppingcentern hat man die große Auswahl an Kettenläden weitgehend abgedeckt. Geld lässt sich hier auf jeden Fall gut loswerden, egal ob man männlich oder weiblich ist.
Wer eher etwas Außergewöhnliches haben will oder nur auf Bummeln aus ist, sollte unbedingt in den Flohmarkt im Mauerpark. Hier gibt es nahezu alles - und für das leibliche Wohl wird auch gesorgt.
Kleine Indie-Läden findet man eigentlich überall. Zum Beispiel in der Samariterstraße und in der Nähe vom Moritzplatz.
Wer nachhaltig einkaufen will und dabei trotzdem stilvoll und günstig bleiben will, kann im Secondhandshop Humana einkaufen gehen.
Bars & Restaurants
FireBar
Krausnickstraße 5
10115 Berlin
Eine kuschelige, kleine Bar mit guter Musik, orangefarbenem Licht und Menschen aus aller Welt - hier wird kaum Deutsch gesprochen!
Schokoladen (Bar)
Ackerstraße 169
Berlin Mitte
Das Schokoladen ist ein Mix aus Hipster und Retro und das fette Plus ist natürlich der Tischkicker im hinteren Raum. Bei ein paar Spielen lassen sich wunderbar Bekanntschaften machen, mit denen man später noch weiterziehen kann.
Mustafa's Gemüse Kebap
Mehringdamm 32
10961 Berlin
Den angeblich besten Döner der Stadt gibt es bei Mustafa. Ob ihr das auch so seht, müsst ihr natürlich selbst herausfinden, aber eins sei verraten: Der Kebap enthält frittiertes Gemüse und Kartoffeln und das ist verdammt lecker!
IKEA Berlin-Tempelhof
Sachsendamm 47
10829 Berlin
Ja, lacht ruhig - aber das IKEA-Restaurant ist in Berlin einfach genau so gut wie überall!
Wonderwaffel
Adalbertstraße 88
10997 Berlin
In diesem trendigen Restaurant kannst du deine eigene, personalisierte Waffel zusammenstellen oder direkt nebenan einen Eisbecher.
Transport
Nach meinen schlechten Erfahrungen mit ausgeliehenen Fahrrädern kann ich euch nur wärmstens die 7-Tage-VBB-Umweltkarte für den Tarifbereich AB empfehlen. Damit erreicht man problemlos und schnell alle Orte und bezahlt dabei für eine Woche 28,80€.
Falls jemand doch lieber mit dem Fahrrad unterwegs ist als mit Bus & Bahn, empfiehlt es sich, das eigene mitzubringen. Bei Anreise mit dem Fernbus (buchen bei meinfernbus) kann man für eine Zusatzgebühr von 9€ pro Fahrt ein Fahrrad mitnehmen. Meinfernbus ist übrigens auch am kostengünstigsten.
Shopping
Alexa Shopping Centre
Grunerstraße 20
10179 Berlin
Tempelhofer Hafen
Tempelhofer Damm 227
12099 Berlin
Mit diesen beiden Shoppingcentern hat man die große Auswahl an Kettenläden weitgehend abgedeckt. Geld lässt sich hier auf jeden Fall gut loswerden, egal ob man männlich oder weiblich ist.
Wer eher etwas Außergewöhnliches haben will oder nur auf Bummeln aus ist, sollte unbedingt in den Flohmarkt im Mauerpark. Hier gibt es nahezu alles - und für das leibliche Wohl wird auch gesorgt.
Kleine Indie-Läden findet man eigentlich überall. Zum Beispiel in der Samariterstraße und in der Nähe vom Moritzplatz.
Wer nachhaltig einkaufen will und dabei trotzdem stilvoll und günstig bleiben will, kann im Secondhandshop Humana einkaufen gehen.
Donnerstag, 21. August 2014
Berlin Tag & Nacht: Soundtrack
Zu jedem guten Film gehört gute Musik. Und zu jeder tollen Reise der passende Soundtrack, der noch Jahre später in die verbrachte Zeit zurückversetzt. Hier ist meiner zu Berlin.
Chainless//Grey Veils
Miss Li//Ba Ba Ba
Shantel//Bucovina
Cults//You Know What I Mean
The Ting Tings//That's Not My Name
Kollegah//Egoist
Fabolous//Now Ride
the Secret sits//Mirror
Wax Tailor//Que Sera
Alexander//Truth
Flight Facilities//Crave You
Lykke Li//Gunshot
Bushido feat. Shindy//Panamera Flow
Kanye West//New Slaves
Rhye//The Fall
Dream Koala//Odyssey
Shantel//Planet Paprika
Fabolous//This Is My Party
Chainless//Grey Veils
Miss Li//Ba Ba Ba
Shantel//Bucovina
Cults//You Know What I Mean
The Ting Tings//That's Not My Name
Kollegah//Egoist
Fabolous//Now Ride
the Secret sits//Mirror
Wax Tailor//Que Sera
Alexander//Truth
Flight Facilities//Crave You
Lykke Li//Gunshot
Bushido feat. Shindy//Panamera Flow
Kanye West//New Slaves
Rhye//The Fall
Dream Koala//Odyssey
Shantel//Planet Paprika
Fabolous//This Is My Party
Dienstag, 12. August 2014
Berlin Tag & Nacht: Teil 4
Es tut mir sehr Leid, dass erst jetzt wieder ein Berlinpost kommt. Ich war beschäftigt - aber womit eigentlich? Den Donnerstagabend verbringe ich auf einem kostenlosen Konzert im Duncker Club am Prenzlauer Berg. Die Band nennt sich the Secret sits. Wenn ihr auf den Link klickt, könnt ihr euch ein Lied von ihr anhören. Danach gibt es eine Aftershowparty, an der ich aber nicht mehr teilnehme.
Freitagmittag gondle ich mit der U-Bahn in Berlin herum und suche extravagante kleine Geschäfte, die ich mir aus dem Internet herausgefiltert habe. Den Großteil davon finde ich nicht (wo sind die Hausnummern 1-30 der Samariterstraße?!).
Abends will ich mich eigentlich mit zwei Freundinnen treffen. Wir verabreden und für 20.00 Uhr, leider reden wir aber irgendwie aneinander vorbei und ich warte in einem Park und sie bei IKEA. Da unser Film im Open Air Kino aber schon angefangen hat, verschieben wir unser Treffen auf Samstag.
Wir gehen einen Smoothie trinken im Tempelhofer Hafen. Dieses Shoppingcenter kann ich euch definitiv weiterempfehlen. Warum? Weil hier kaum was los ist.
Einen Fruchtrausch später geht es weiter zu IKEA, ebenfalls im Viertel Tempelhof. Hier holen wir uns lediglich eine Kleinigkeit zu essen und schlendern durch das Möbelhaus. Auf dem Nachhauseweg sind wir kurz davor, auf ein Open Air Elektrofestival zu gehen - es fängt jedoch im entscheidenden Moment zu regnen an. In dem strömenden Regen ruiniert sich eine Asiatin, die mit uns auf die U-Bahn wartet, ihre linke Sandale. Dafür bekommt sie den linken Schuh ihres Freundes, der fortan mit nur einem Schuh bekleidet unterwegs ist.
Wenn das nicht süß ist, dann weiß ich auch nicht weiter.
Unsere Abendgestaltung läuft auf eine Technoparty hinaus. Eine Alternative wäre eine Veranstaltung gewesen, bei der 300l Bier, die nicht dem deutschen Reinheitsgebot entsprechen, hätten vernichtet werden sollen. Die Technoparty wird von einer Gruppe Polen veranstaltet, die Geld sammeln, um einen Freund aus dem Knast zu holen. "You know, he's in jail because of some real fucking shit!". Dafür spendet man natürlich auch mal drei Euro. Der Club befindet sich in einem heruntergekommenen Berliner Hinterhof. Jede einzelne Wand ist mit Graffitti vollgesprüht. Im Club selbst sieht man eigentlich nur Leute, denen man nachts nicht allein auf der Straße begegnen will. In den Tunneln im Ohr des Mannes vor mir könnte man problemlos Buletten lagern. Der offizielle Höhepunkt des Abends ist der Auftritt von "Bitch Piss", einem ziemlich fertig aussehenden Typ mit langen, ungepflegten Haaren. Sein Beitrag besteht eigentlich nur darin, zu den Technobeats in einen Schlauch zu röhren, was bei dem Publikum richtig gut ankommt. Das ist der Moment, in dem wir die Party verlassen.
Sonntag heißt in Berlin keineswegs Ruhetag, denn jeden Sonntag findet der berühmte Flohmarkt am Mauerpark in Berlin statt. Der Mauerpark hat weder eine richtige Mauer, noch ist es ein Park - dennoch sind hier schon um zehn Uhr morgens Menschenmassen anzutreffen. Auf der Wiese zwischen Jahn-Sportpark und Flohmarkt tummeln sich Fussballbegeisterte, Hobbygriller und Livemusiker. Wer sich hier nicht einordnen lässt, liegt faul im Gras und hört dem Musikmix vom Flohmarkt zu. An vielen Ständen läuft Musik, ob Latin, House oder die aktuellen Charts - Hauptsache laut! Zwischen Hippieständen, fair gehandelter Mode, Schmuck junger Berliner Designer und Krempel aus Wohngemeinschaften aller Art gibt es vegane Imbissbuden, eisgekühlten, frisch gepressten Orangensaft und Inseln mit Liegestühlen zum Entspannen. Ja, Inseln. Meine zuvor schwarzen Schuhe sind beim Verlassen des Flohmarkts graubeige bestäubt vom Sand.
Von allem aber, was ich bisher in Berlin gesehen habe (und ich wage zu behaupten, dass es eine Menge war) gefällt mir dieser einzigartige Flohmarkt am besten.
Nach einem Döner, einem umwegreichen Nachhauseweg und Stopp bei LIDL wird bis um kurz vor 12 entspannt. Anstatt in einem Club in meinen Geburtstag reinzufeiern, fahren wir mit dem Aufzug in den 18. Stock, wo wir auf einem Balkon mit Sekt anstoßen und versuchen, nicht nassgeregnet zu werden. In unseren Köpfen enspinnt sich die Vision eines Döners, die immer realer zu werden droht. Wir schnappen uns die Fahrräder und fahren zu Mustafa's - dem angeblich besten Döner der Stadt. Aber er hat nicht mehr genug Fleisch am Dönerspieß. Erst um circa drei Uhr nachts werden wir fündig. Ich bekomme sogar extra Pommes in meinen Döner.
Am diesem Morgen schlafe ich so lange, wie es mein klingelndes Handy zulässt. Nach einem fürstlichen und sehr späten Frühstück (Schokofondue, Schokocroissant, Brötchen, Salat, Ei..) gehen wir mal wieder zur Alexa - shoppen. Was soll man auch sonst an seinem Geburtstag in Berlin machen! Abends sehen wir uns den Film "Ein Augenblick Liebe" auf französisch mit deutschen Untertiteln im Kino an. Nach einem langen anschließenden Spaziergang an der Spree entlang mit meinem ersten (vielleicht auch letzten) Club Mate essen wir - Oh Wunder - einen Döner. Bei Mustafa. Nachdem wir 50 Minuten angestanden sind. Der Döner ist ausgezeichnet, aber nicht der beste Berlins, wie ja behauptet wird. Trotzdem treten wir anschließend zufrieden und gesättigt den Nachhauseweg an.
Freitagmittag gondle ich mit der U-Bahn in Berlin herum und suche extravagante kleine Geschäfte, die ich mir aus dem Internet herausgefiltert habe. Den Großteil davon finde ich nicht (wo sind die Hausnummern 1-30 der Samariterstraße?!).
Abends will ich mich eigentlich mit zwei Freundinnen treffen. Wir verabreden und für 20.00 Uhr, leider reden wir aber irgendwie aneinander vorbei und ich warte in einem Park und sie bei IKEA. Da unser Film im Open Air Kino aber schon angefangen hat, verschieben wir unser Treffen auf Samstag.
Wir gehen einen Smoothie trinken im Tempelhofer Hafen. Dieses Shoppingcenter kann ich euch definitiv weiterempfehlen. Warum? Weil hier kaum was los ist.
Einen Fruchtrausch später geht es weiter zu IKEA, ebenfalls im Viertel Tempelhof. Hier holen wir uns lediglich eine Kleinigkeit zu essen und schlendern durch das Möbelhaus. Auf dem Nachhauseweg sind wir kurz davor, auf ein Open Air Elektrofestival zu gehen - es fängt jedoch im entscheidenden Moment zu regnen an. In dem strömenden Regen ruiniert sich eine Asiatin, die mit uns auf die U-Bahn wartet, ihre linke Sandale. Dafür bekommt sie den linken Schuh ihres Freundes, der fortan mit nur einem Schuh bekleidet unterwegs ist.
Wenn das nicht süß ist, dann weiß ich auch nicht weiter.
Unsere Abendgestaltung läuft auf eine Technoparty hinaus. Eine Alternative wäre eine Veranstaltung gewesen, bei der 300l Bier, die nicht dem deutschen Reinheitsgebot entsprechen, hätten vernichtet werden sollen. Die Technoparty wird von einer Gruppe Polen veranstaltet, die Geld sammeln, um einen Freund aus dem Knast zu holen. "You know, he's in jail because of some real fucking shit!". Dafür spendet man natürlich auch mal drei Euro. Der Club befindet sich in einem heruntergekommenen Berliner Hinterhof. Jede einzelne Wand ist mit Graffitti vollgesprüht. Im Club selbst sieht man eigentlich nur Leute, denen man nachts nicht allein auf der Straße begegnen will. In den Tunneln im Ohr des Mannes vor mir könnte man problemlos Buletten lagern. Der offizielle Höhepunkt des Abends ist der Auftritt von "Bitch Piss", einem ziemlich fertig aussehenden Typ mit langen, ungepflegten Haaren. Sein Beitrag besteht eigentlich nur darin, zu den Technobeats in einen Schlauch zu röhren, was bei dem Publikum richtig gut ankommt. Das ist der Moment, in dem wir die Party verlassen.
Sonntag heißt in Berlin keineswegs Ruhetag, denn jeden Sonntag findet der berühmte Flohmarkt am Mauerpark in Berlin statt. Der Mauerpark hat weder eine richtige Mauer, noch ist es ein Park - dennoch sind hier schon um zehn Uhr morgens Menschenmassen anzutreffen. Auf der Wiese zwischen Jahn-Sportpark und Flohmarkt tummeln sich Fussballbegeisterte, Hobbygriller und Livemusiker. Wer sich hier nicht einordnen lässt, liegt faul im Gras und hört dem Musikmix vom Flohmarkt zu. An vielen Ständen läuft Musik, ob Latin, House oder die aktuellen Charts - Hauptsache laut! Zwischen Hippieständen, fair gehandelter Mode, Schmuck junger Berliner Designer und Krempel aus Wohngemeinschaften aller Art gibt es vegane Imbissbuden, eisgekühlten, frisch gepressten Orangensaft und Inseln mit Liegestühlen zum Entspannen. Ja, Inseln. Meine zuvor schwarzen Schuhe sind beim Verlassen des Flohmarkts graubeige bestäubt vom Sand.
Von allem aber, was ich bisher in Berlin gesehen habe (und ich wage zu behaupten, dass es eine Menge war) gefällt mir dieser einzigartige Flohmarkt am besten.
Nach einem Döner, einem umwegreichen Nachhauseweg und Stopp bei LIDL wird bis um kurz vor 12 entspannt. Anstatt in einem Club in meinen Geburtstag reinzufeiern, fahren wir mit dem Aufzug in den 18. Stock, wo wir auf einem Balkon mit Sekt anstoßen und versuchen, nicht nassgeregnet zu werden. In unseren Köpfen enspinnt sich die Vision eines Döners, die immer realer zu werden droht. Wir schnappen uns die Fahrräder und fahren zu Mustafa's - dem angeblich besten Döner der Stadt. Aber er hat nicht mehr genug Fleisch am Dönerspieß. Erst um circa drei Uhr nachts werden wir fündig. Ich bekomme sogar extra Pommes in meinen Döner.
Am diesem Morgen schlafe ich so lange, wie es mein klingelndes Handy zulässt. Nach einem fürstlichen und sehr späten Frühstück (Schokofondue, Schokocroissant, Brötchen, Salat, Ei..) gehen wir mal wieder zur Alexa - shoppen. Was soll man auch sonst an seinem Geburtstag in Berlin machen! Abends sehen wir uns den Film "Ein Augenblick Liebe" auf französisch mit deutschen Untertiteln im Kino an. Nach einem langen anschließenden Spaziergang an der Spree entlang mit meinem ersten (vielleicht auch letzten) Club Mate essen wir - Oh Wunder - einen Döner. Bei Mustafa. Nachdem wir 50 Minuten angestanden sind. Der Döner ist ausgezeichnet, aber nicht der beste Berlins, wie ja behauptet wird. Trotzdem treten wir anschließend zufrieden und gesättigt den Nachhauseweg an.
Donnerstag, 7. August 2014
Berlin Tag & Nacht: Teil 3
Wir gehen nicht mehr aus, backen dafür aber einen erstklassigen Kuchen ohne Rezept (na ja, eben nach eigenem Rezept). Es handelt sich dabei um einen Schokoladenkuchen mit Aprikosen, der aus folgenden Zutaten besteht:
400g Mehl
200g Zucker
3 Eier
1 Pck. Backpulver
2 EL Kakao
100g Schokolade
etwas Rapsöl & Milch
200g Magerquark
einige Aprikosen
Zunächst mischen wir alle trockenen Zutaten zusammen und fügen die gehackte Schokolade hinzu. Dann heben wir Rapsöl, Milch, Eier und Magerquark unter und füllen den Teig in die Form. Die Aprikosen werden in Schnitze geschnitten und leicht in den Teig eingedrückt. So sieht das Ergebnis vor dem Backen aus:
Wir machen es uns vor dem Fernseher gemütlich, sehen uns Fack Ju Göhte an und essen Pizza, bis der Kuchen fertig ist. Danach ist es auch schon zwei Uhr und ich bin zu müde um noch länger wachzubleiben.
Am nächsten Morgen dauert es ziemlich lang bis wir in die Gänge kommen. Die unendliche Suche nach einem günstigen Fahrrad geht weiter (Der letzte Anbieter hat die Anzeige zurückgezogen). Nach Ewigkeiten entscheiden wir uns für den Studentenjahrestarif von "call a bike". Pro Jahr beträgt dieses Abo 24€.
Bevor wir unsere Radtour starten, stärken wir uns bei Wonderwaffel. Meine Wonderwaffel hat zusätzlich zur Waffel folgende Füllungen: Bitterschokolade, Erdbeere, Banane, Schokoraspel, Toffifee und Erdbeereis.
Immer noch begeistert von unserem Fahrrad cruisen wir durch halb Berlin, vorbei am Brandenburger Tor, wo gerade eine Demo stattfindet (von was finden wir nicht heraus) zur Humboldtuniversität, in der wir einen kurzen Rundgang machen. Dann geht es weiter Richtung Siegessäule, wo man auf der rechten Seite das Denkmal der gefallenen sowjetischen Soldaten sehen kann. Auf dem Nachhauseweg kommen wir noch am Bundestag und diversen Baustellen vorbei. Als wir nah bei unserer Wohnung das Fahrrad zurückgeben wollen, kommt das böse Erwachen: Die Fahrt hat mich 9€ gekostet! Denn nur die erste halbe Stunde ist kostenlos, dann muss man das Rad an eine Station bringen, zurückgeben und fünf Minuten warten, bis man weiterfahren darf. Von diesem stressigen Tag (bin andauernd mit den Ampeln, Autos und Fußgängern beim Radfahren überfordert) sind wir abends so müde, dass wir nur noch kochen & chillen, anstatt in einen Club zu gehen, was eigentlich der Plan war.
Donnerstagmorgen um zehn bei EDEKA: Linnea räumt das halbe Jogurtregal aus, um an die eine bestimmte Sorte zu kommen. Nach dem entsprechend späten Frühstück/frühen Mittagessen fahren wir mit U-Bahn und Tram nach Hohenschönhausen. Ziel: Die Besichtung des ehemaligen Stasi-Hochsicherheitsgefängnisses. Unsere Führerin wurde damals inhaftiert, weil sie sich in der deutschen Botschaft von Budapest erkundigte, ob es für sie Möglichkeiten gäbe, aus der DDR auszureisen. Drei Jahre lang erfuhr sie nicht, was mit ihren Kindern geschehen war und hatte keinen Kontakt zu Freunden oder Familie. Wir erfahren schreckliche Details über die damalige Zeit und die grausamen psychischen und physischen Foltermethoden. Nach der knapp zweistündigen Führung sind wir tief betroffen und brauchen dringend Aufmunterung. Deshalb fahren wir zum Dong Xuan Center, einem riesigen Gelände mit Hallen, in denen asiatische Produkte verkauft werden. Noch nie habe ich auf einem Haufen so viele hässliche Dinge gesehen. Wir kaufen kuriose Süßigkeiten wie Bohnenkuchen und Ingwerbonbons. Auch zwei Avocados nehmen wir mit, zuhause stellt sich dann heraus, dass eine bereits schimmelt. Die andere kommt in den Salat, den wir zur (Überraschung!) Pizza essen.
400g Mehl
200g Zucker
3 Eier
1 Pck. Backpulver
2 EL Kakao
100g Schokolade
etwas Rapsöl & Milch
200g Magerquark
einige Aprikosen
Zunächst mischen wir alle trockenen Zutaten zusammen und fügen die gehackte Schokolade hinzu. Dann heben wir Rapsöl, Milch, Eier und Magerquark unter und füllen den Teig in die Form. Die Aprikosen werden in Schnitze geschnitten und leicht in den Teig eingedrückt. So sieht das Ergebnis vor dem Backen aus:
Wir machen es uns vor dem Fernseher gemütlich, sehen uns Fack Ju Göhte an und essen Pizza, bis der Kuchen fertig ist. Danach ist es auch schon zwei Uhr und ich bin zu müde um noch länger wachzubleiben.
Am nächsten Morgen dauert es ziemlich lang bis wir in die Gänge kommen. Die unendliche Suche nach einem günstigen Fahrrad geht weiter (Der letzte Anbieter hat die Anzeige zurückgezogen). Nach Ewigkeiten entscheiden wir uns für den Studentenjahrestarif von "call a bike". Pro Jahr beträgt dieses Abo 24€.
Bevor wir unsere Radtour starten, stärken wir uns bei Wonderwaffel. Meine Wonderwaffel hat zusätzlich zur Waffel folgende Füllungen: Bitterschokolade, Erdbeere, Banane, Schokoraspel, Toffifee und Erdbeereis.
Immer noch begeistert von unserem Fahrrad cruisen wir durch halb Berlin, vorbei am Brandenburger Tor, wo gerade eine Demo stattfindet (von was finden wir nicht heraus) zur Humboldtuniversität, in der wir einen kurzen Rundgang machen. Dann geht es weiter Richtung Siegessäule, wo man auf der rechten Seite das Denkmal der gefallenen sowjetischen Soldaten sehen kann. Auf dem Nachhauseweg kommen wir noch am Bundestag und diversen Baustellen vorbei. Als wir nah bei unserer Wohnung das Fahrrad zurückgeben wollen, kommt das böse Erwachen: Die Fahrt hat mich 9€ gekostet! Denn nur die erste halbe Stunde ist kostenlos, dann muss man das Rad an eine Station bringen, zurückgeben und fünf Minuten warten, bis man weiterfahren darf. Von diesem stressigen Tag (bin andauernd mit den Ampeln, Autos und Fußgängern beim Radfahren überfordert) sind wir abends so müde, dass wir nur noch kochen & chillen, anstatt in einen Club zu gehen, was eigentlich der Plan war.
Donnerstagmorgen um zehn bei EDEKA: Linnea räumt das halbe Jogurtregal aus, um an die eine bestimmte Sorte zu kommen. Nach dem entsprechend späten Frühstück/frühen Mittagessen fahren wir mit U-Bahn und Tram nach Hohenschönhausen. Ziel: Die Besichtung des ehemaligen Stasi-Hochsicherheitsgefängnisses. Unsere Führerin wurde damals inhaftiert, weil sie sich in der deutschen Botschaft von Budapest erkundigte, ob es für sie Möglichkeiten gäbe, aus der DDR auszureisen. Drei Jahre lang erfuhr sie nicht, was mit ihren Kindern geschehen war und hatte keinen Kontakt zu Freunden oder Familie. Wir erfahren schreckliche Details über die damalige Zeit und die grausamen psychischen und physischen Foltermethoden. Nach der knapp zweistündigen Führung sind wir tief betroffen und brauchen dringend Aufmunterung. Deshalb fahren wir zum Dong Xuan Center, einem riesigen Gelände mit Hallen, in denen asiatische Produkte verkauft werden. Noch nie habe ich auf einem Haufen so viele hässliche Dinge gesehen. Wir kaufen kuriose Süßigkeiten wie Bohnenkuchen und Ingwerbonbons. Auch zwei Avocados nehmen wir mit, zuhause stellt sich dann heraus, dass eine bereits schimmelt. Die andere kommt in den Salat, den wir zur (Überraschung!) Pizza essen.
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